Vorwort
Die Virtual Reality oder virtuelle Realität (VR) ist eine neue Technologie und wir sind überzeugt, dass sie die Möglichkeiten der Kontaktaufnahme und -pflege revolutionieren und zwischenmenschliche Beziehungen in vielerlei Hinsicht stärken wird. Wir hören immer wieder, dass insbesondere Familien ihr Quest-Headset sehr gerne nutzen, um Zeit miteinander zu verbringen und es als Bereicherung für ihr Familienleben sehen. Mit unseren Tools für die Elternaufsicht und von Eltern verwalteten Konten behalten wir in der Entwicklung Familien und Kinder ab 10 Jahren im Blick.
Eltern und Erziehungsberechtigte haben uns erzählt, dass sie gerne mehr Hinweise hätten, wie sie ihr Headset als Familie verwenden können, sowie Ratschläge zur optimalen Nutzung ihres Geräts. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, haben wir gemeinsam mit der Expertin für VR-Sicherheit bei Limina Immersive, Catherine Allen, sowie im Gespräch mit Eltern und Familien diesen Guide erarbeitet. Er umfasst Tipps von VR-begeisterten Familien, wie sie ihre Quest zu Hause nutzen, Leitfäden zu Aktivitäten und Inhalten sowie Empfehlungen für das Einrichten und wie die ganze Familie von einem unterhaltsamen und sicheren Erlebnis profitieren kann. Wir hoffen, dass dieser Guide als Inspiration für neue Möglichkeiten dienen wird, wie ihr eure Quest als Familie nutzen könnt!
Von Natalie Chyi, Reality Labs Policy Manager, verfasst
Virtual Reality: ein Guide für Familien
Einführung in die Grundlagen
Gemeinsame VR-Aktivitäten
Einen Bereich für VR einrichten
Für das Wohlbefinden von Kindern in der VR sorgen
Soziale Kontakte in der VR
Einführung in die Grundlagen
VR lässt sich mit keiner anderen Technologie der Vergangenheit vergleichen. Gibt es eine Meta Quest bei dir zu Hause? Dann besitzt du eines der leistungsfähigsten immersiven Geräte, die je entwickelt worden sind: Ein kleiner, tragbarer Computer, der dich in neue Welten reisen lässt und außerdem dein Zuhause mit virtuellen Wundern bereichert. Diese Technologie bietet dir einerseits Zugang zu neuen, unglaublichen Erlebnissen und andererseits ein Tool, das deine Familie im Alltag unterstützt.
VR ist allerdings noch relativ neu und so haben Geräte wie die Meta Quest heute noch keinen so eindeutigen Platz im Alltag wie Smartphones, Computer oder Fernseher. Viele Eltern können sich an eine Zeit erinnern, wo der Griff zum Smartphone noch nicht so selbstverständlich war. An diesem Punkt befinden sich derzeit die immersiven Technologien: Sie sind aufregend, haben viel Potenzial, aber der Umgang mit ihnen ist noch nicht so vertraut. Mit diesem Guide möchten wir dich und deine Familie dabei unterstützen, diese leistungsstarke neue Medienform optimal zu nutzen. Er enthält viele Ideen dazu, wie deine Meta Quest in Kombination mit den entsprechenden Apps ein wertvoller Bestandteil des Familienlebens werden kann. Außerdem findest du grundlegende Tipps zu Sicherheit und Wohlbefinden.
Um diesen Guide zusammenzustellen, haben wir mit einer Vielzahl von Familien gesprochen, die umfassende Nutzungserfahrungen mit der Meta Quest haben. Diese Familien nutzen die Meta Quest sehr oft und empfinden sie in vielerlei Hinsicht als Bereicherung für ihr Leben. Erfahrungsberichte von diesen „Superuser*innen“-Familien findest du an vielen Stellen in diesem Guide, denn sie haben so viel immersives Wissen, das sie teilen möchten!
Was ist eigentlich VR? Was ist eigentlich MR?
Oft ist die allererste Frage: Was ist eigentlich VR und was ist MR?
Mit der Meta Quest kannst du beides erleben. Vereinfacht gesagt, kannst du es dir so vorstellen:
- Die VR (Virtual Reality bzw. virtuelle Realität) versetzt dich in einen komplett virtuellen Raum.
- Die MR (Mixed Reality) fügt digitale Objekte zu deiner realen Welt hinzu, erlaubt aber auch den nahtlosen Übergang zurück in die VR. Digitale Objekte und Charaktere können mit deiner realen Umgebung interagieren.
Wenn du eine Meta Quest nutzt, erlebst du bereits die VR und möglicherweise auch die MR. Der Begriff „immersive Technologie“ umfasst sowohl VR als auch MR, ebenso wie andere Technologien, die eine*n Nutzer*in umgeben und ihm*ihr einen erweitertes Präsenzgefühl geben.
VR-Beispiele
Beispiel eines VR-Erlebnisses in der App Beat Saber
Beispiel eines VR-Erlebnisses in der App Population: One
MR-Beispiele
Beispiel eines MR-Erlebnisses in der App First Encounters
Beispiel eines MR-Erlebnisses in der App Miracle Pool
Die Stärke dieser Technologie liegt darin, dass sie Körper und Geist voll einbezieht. So werden aus passiven Zuschauer*innen aktive Teilnehmer*innen.
Eine interessante Erkenntnis bei unseren Gesprächen mit den „Superuser*innen“ der Quest war, dass VR für sie eine ganz andere Art der „Bildschirmzeit“ ist. Die VR-Zeit ist meist mit mehr körperlicher und geistiger Aktivität verbunden als die Zeit am Flachbildschirm. Zwar wird in der VR auch ein Bildschirm genutzt. Aber weil dein Körper aktiv an dem Erlebnis teilnimmt, fühlt es sich völlig anders an – eher wie aktives Spielen im Freien. Mehrere Eltern, mit denen wir gesprochen haben, meinten, dass die Quest es der Familie leichter macht, während der Wintermonate in Bewegung zu bleiben, und das bei jedem Wetter.
Diese Wahrnehmung der Eltern zeigt, dass sich VR grundlegend von anderen Bildschirmmedien unterscheidet: Du siehst dir nicht einfach etwas an, sondern du nimmst aktiv teil. In der virtuellen Realität befindest du dich in einem Erlebnis und blickst nicht nur auf einen rechteckigen Flachbildschirm. Websites werden besucht, Fernsehserien werden angeschaut, Podcasts werden angehört. Aber mit der Quest nimmst du aktiv an einem Erlebnis teil.
VR umgibt unsere Sinne und fühlt sich daher direkt und unmittelbar an. Orte werden nicht symbolisch dargestellt, sondern du hast das Gefühl, du wärst tatsächlich dort. Diese Unmittelbarkeit kann die unterschiedlichsten echten körperlichen Reaktionen auslösen: bei einem Action-Spiel erhöht sich dein Puls und in der ruhigen Stille eines Waldes in der Morgendämmerung sinkt dein Blutdruck.
In der VR wird dein gesamter Körper einbezogen. Selbst wenn du still sitzt, nimmt dein Gehirn wahr, dass du dich in dieser Umgebung befindest. Ein*e „Superuser*in“ unserem Forschungsprojekt sagte: „Wenn meine Tochter in einer 3D-App Klavier spielt, sieht sie die Tasten tatsächlich vor sich in der Luft. Ihr Gehirn und ihre Arme merken sich die Art und Weise, wie sie auf dem Klavier spielt – so etwas kann man sich nicht durch ein Buch erlesen.“ Ein anderer Teilnehmer sagte über die Lieblings-App seines Sohnes: „Es geht nicht nur darum, irgendwelche Knöpfe zu drücken. Er muss sich tatsächlich bücken, um auszuweichen, oder einen Schritt nach vorne tun, um etwas zu erkunden.“
Durch diese Art der Darstellung sind immersive Erlebnisse oft einprägsamer. Viele von uns haben es selbst erlebt: Wir lernen Neues, indem wir es ausprobieren. Deshalb eignet sich VR perfekt für Lerninhalte.
Und welche Bedeutung haben die genannten Superkräfte für den Einsatz eines Meta Quest-Headsets im Familienalltag? Kurz gesagt: Ein VR-Headset ist ein extrem effektives Multifunktions-Tool für die unterschiedlichsten Erfahrungen. Dein Gerät bietet dir so viele Möglichkeiten – es nimmt dich mit auf Exkursionen, entführt dich zu virtuellen Theateraufführungen oder motiviert dich zu einem Workout am Morgen.
Letztendlich liegt die Stärke der VR darin, dass sie Körper und Geist voll einbezieht. Ihre Fähigkeit, passive Zuschauer*innen in aktive Teilnehmer*innen zu verwandeln, macht sie so besonders.
Was ist das Besondere an immersiver Technologie?
Die Stärke dieser Technologie liegt darin, dass sie Körper und Geist voll einbezieht. So werden aus passiven Zuschauer*innen aktive Teilnehmer*innen.
Aktives Spielen
Eine interessante Erkenntnis bei unseren Gesprächen mit den „Superuser*innen“ der Quest war, dass VR für sie eine ganz andere Art der „Bildschirmzeit“ ist. Die VR-Zeit ist meist mit mehr körperlicher und geistiger Aktivität verbunden als die Zeit am Flachbildschirm. Zwar wird in der VR auch ein Bildschirm genutzt. Aber weil dein Körper aktiv an dem Erlebnis teilnimmt, fühlt es sich völlig anders an – eher wie aktives Spielen im Freien. Mehrere Eltern, mit denen wir gesprochen haben, meinten, dass die Quest es der Familie leichter macht, während der Wintermonate in Bewegung zu bleiben, und das bei jedem Wetter.
Diese Wahrnehmung der Eltern zeigt, dass sich VR grundlegend von anderen Bildschirmmedien unterscheidet: Du siehst dir nicht einfach etwas an, sondern du nimmst aktiv teil. In der virtuellen Realität befindest du dich in einem Erlebnis und blickst nicht nur auf einen rechteckigen Flachbildschirm. Websites werden besucht, Fernsehserien werden angeschaut, Podcasts werden angehört. Aber mit der Quest nimmst du aktiv an einem Erlebnis teil.
VR umgibt unsere Sinne und fühlt sich daher direkt und unmittelbar an. Orte werden nicht symbolisch dargestellt, sondern du hast das Gefühl, du wärst tatsächlich dort. Diese Unmittelbarkeit kann die unterschiedlichsten echten körperlichen Reaktionen auslösen: bei einem Action-Spiel erhöht sich dein Puls und in der ruhigen Stille eines Waldes in der Morgendämmerung sinkt dein Blutdruck.
Geist und Körper sind beteiligt
In der VR wird dein gesamter Körper einbezogen. Selbst wenn du still sitzt, nimmt dein Gehirn wahr, dass du dich in dieser Umgebung befindest. Ein*e „Superuser*in“ unserem Forschungsprojekt sagte: „Wenn meine Tochter in einer 3D-App Klavier spielt, sieht sie die Tasten tatsächlich vor sich in der Luft. Ihr Gehirn und ihre Arme merken sich die Art und Weise, wie sie auf dem Klavier spielt – so etwas kann man sich nicht durch ein Buch erlesen.“ Ein anderer Teilnehmer sagte über die Lieblings-App seines Sohnes: „Es geht nicht nur darum, irgendwelche Knöpfe zu drücken. Er muss sich tatsächlich bücken, um auszuweichen, oder einen Schritt nach vorne tun, um etwas zu erkunden.“
Durch diese Art der Darstellung sind immersive Erlebnisse oft einprägsamer. Viele von uns haben es selbst erlebt: Wir lernen Neues, indem wir es ausprobieren. Deshalb eignet sich VR perfekt für Lerninhalte.
Und welche Bedeutung haben die genannten Superkräfte für den Einsatz eines Meta Quest-Headsets im Familienalltag? Kurz gesagt: Ein VR-Headset ist ein extrem effektives Multifunktions-Tool für die unterschiedlichsten Erfahrungen. Dein Gerät bietet dir so viele Möglichkeiten – es nimmt dich mit auf Exkursionen, entführt dich zu virtuellen Theateraufführungen oder motiviert dich zu einem Workout am Morgen.
Letztendlich liegt die Stärke der VR darin, dass sie Körper und Geist voll einbezieht. Ihre Fähigkeit, passive Zuschauer*innen in aktive Teilnehmer*innen zu verwandeln, macht sie so besonders.
Die VR optimal nutzen: mit diesem Mindset funktioniert’s
Sorge dafür, dass die ganze Familie mitmacht
In unseren Interviews wurde wiederholt angesprochen, dass VR am besten funktioniert, wenn die ganze Familie beteiligt ist, nicht nur die Kinder. Eltern, die die Quest gemeinsam mit ihren Kindern aktiv nutzen und die VR-Erlebnisse ihrer Kinder im Blick behalten, haben nicht nur mehr Spaß. Sie können auch für ein sicheres Erlebnis sorgen, das eine Bereicherung für die gesamte Familie darstellt.
Wenn die Eltern aktiv teilnehmen, können sie dabei helfen, Apps und Erlebnisse zu finden, die ihren Kindern garantiert gefallen werden, und sich sogar VR-Aktivitäten für die ganze Familie überlegen. Außerdem können die Eltern potenziell problematische Situationen früh erkennen, beispielsweise, ob ein Spiel für das Alter und Sicherheitsgefühl ihres Kindes angemessen ist.
Im Abschnitt „Für das Wohlbefinden von Kindern in der VR sorgen“ erfährst du mehr darüber, wie du dein Kind beim Entdecken immersiver Technologien anleiten kannst.
Ein weiterer Vorteil der elterlichen Teilnahme an VR-Erlebnissen besteht darin, dass die Eltern als Vorbild für eine gesunde Technologienutzung dienen können. Wie bei jeder Form der Bildschirmzeit zählt auch hier das Gleichgewicht. Weil die VR aber so neu ist, kann es schwierig sein einzuschätzen, welche Zeiten und Nutzungsdauer wohl angemessen sind. Ebenso wie Eltern als Vorbild für die Nutzung von Handys und Konsolenspielen dienen, können sie es auch hinsichtlich Art und Zweck ihrer Nutzung von VR sein. Weitere Informationen zu Vorbildern für positives digitales Verhalten findest du hier.
Die Meta Quest ist ein flexibles Tool
Eines der größten Missverständnisse rund um immersive Technologien ist, dass sie nur für Spiele gedacht sind und für sonst nichts. Manche Familien messen sich gerne in Multiplay-Wettkämpfen, andere tauchen lieber in VR-Geschichten ein, gehen zusammen zu Live-Konzerten oder machen gemeinsam Sport. Die VR ist ein flexibles Tool, das sich entsprechend den Interessen deiner Familie anpassen lässt.
Selbstvertrauen, Ruhe und Offenheit
Vielleicht kommst du dir etwas albern vor, wenn du das erste Mal ein VR-Headset aufsetzt? Keine Sorge, das Gefühl geht schnell vorbei! Viele der Familien, mit denen wir gesprochen haben, berichteten, dass sie zunächst gezögert hätten. Als sie sich aber an das Gerät gewöhnt hatten, wurde es zu einem wertvollen Bestandteil ihres Familienalltags.
Die beste Einstellung zur Nutzung der VR ist eine Mischung aus Ruhe und Offenheit. VR hat etwas von Magie: Sie schafft eine Illusion von Präsenz und erweckt virtuelle Umgebung gefühlt zum Leben. Je mehr du diese Magie auf dich wirken lässt, desto tiefer wirst du dein Erlebnis wahrnehmen und desto mehr kannst du davon profitieren.
Fazit
VR ist ein leistungsstarkes neues Medium, das Bildschirmzeit in aktive und immersive Erlebnisse verwandelt. Im Gegensatz zu vielen anderen digitalen Erlebnissen siehst du dir die VR nicht einfach an, sondern du nimmst aktiv daran teil.
Die immersiven Technologien befinden sich noch in der Entwicklung und es gibt nicht den einen richtigen Weg, sie ins Familienleben zu integrieren. Also heißt es Ausprobieren, Anpassen und Herausfinden, was in deiner Familie funktioniert. Mit Neugier und Offenheit wird aus der Meta Quest viel mehr als nur ein Gerät: Sie kann dir Zugang zu vielen neuen Erlebnissen bieten und als nützliches Tool dienen.
Du möchtest mehr erfahren? Scrolle zum Seitenanfang und klicke auf den Tab „Gemeinsame VR-Aktivitäten“.
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